Materialien zum Nationalsozialismus
Vermögensentzug, Rückstellung und Entschädigung in Österreich

Mikrofilme, National Archives, USA

Bei den im SLASalzburger Landesarchiv einsehbaren NARA-Akten handelt es sich um mikroverfilmte Dokumente des BestandsAls (Archiv-)Bestand bezeichnet man die Sammlung von Aktenmaterial, das (üblicherweise von einer Behörde produziert und später) einem Archiv übergeben wurde. "Record Group 260". Teile der Salzburg-relevanten Materien in den NARA-Akten wurden seit 1996 durch die National Archives in Washington für das SLA mikroverfilmt. Dieses Verfilmungsprojekt ist ein Kooperationsprojekt mit dem OÖLAOberösterreichisches Landesarchiv, da Oberösterreich südlich der Donau gemeinsam mit dem Bundesland Salzburg zwischen 1945 und 1955 unter amerikanischer Verwaltung stand. Mitunter finden sich in diesem BestandAls (Archiv-)Bestand bezeichnet man die Sammlung von Aktenmaterial, das (üblicherweise von einer Behörde produziert und später) einem Archiv übergeben wurde. von den US-amerikanischen Besatzungsbehörden verfasste Akten zu Fragen des Vermögensentzugs bzw. der RückstellungAls Rückstellung ist im strengen Wortsinn der österreichischen Gesetze die Zurückgabe von zwischen 1938 und 1945 entzogenen Vermögenswerten zu verstehen. (Rückstellungsgesetze). Relativ häufig wird in den Akten die Suche nach verschwundenen Kunstgegenständen thematisiert. Vgl. Tätigkeitsberichte des Salzburger Landesarchivs, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (für 1999, S. 414 u. 419; für 2000, S. 424f; für 2001, S. 449; für 2003, S. 469; für 2005, S. 462; für 2006, S. 453f; für 2007, S. 461).
Die im ersten RepertoriumEin Repertorium ist ein schriftliches Verzeichnis der Archivalien eines Archivbestands. verzeichneten Filme (Nr. 1.154–1.170) enthalten diverse Akten zur Nachkriegssituation in Salzburg, die im zweiten Repertorium verzeichneten Filme (Nr. 1.171–1.195) enthalten Salzburg-relevante Dokumente zu unterschiedlichen Sachgebieten, und bei den im dritten Repertorium verzeichneten Filmen (Nr. 1.455–1.463) handelt es sind ausschließlich um Aktenmaterial amerikanischer Provenienz zum Thema EntnazifizierungAuf der Potsdamer Konferenz beschlossen die Alliierten (USA, Großbritannien, Frankreich, UdSSR) im Sommer 1945, dass die Gesellschaft, Kultur, Presse, Ökonomie, Jurisdiktion und Politik Österreichs und Deutschlands im Rahmen einer umfassenden Demokratisierung und Entmilitarisierung von allen Einflüssen des Nationalsozialismus gereinigt werden sollten. Von der Entnazifizierung betroffene Personen wurden in fünf Kategorien eingeteilt: 1. Hauptschuldige (Kriegsverbrecher), 2. Belastete (Aktivisten, Militaristen, Nutznießer), 3. Minderbelastete, 4. Mitläufer, 5. Entlastete. (Verbotsgesetz, Kriegsverbrechergesetz). Zusätzlich gibt es eine Datenbank, in der die Filme des ersten Repertoriums sowie folgende Filme verzeichnet sind: Nr. 1.511–1.532 (Beutekunst, RestitutionenDer aus dem Englischen kommende Begriff "Restitution" für Rückstellung bürgerte sich seit den 1990er-Jahren auch im deutschen Sprachraum ein., Entschädigungen etc.), Nr. 2.961–2.967 (Gerichtsverfahren), Nr. 2.990–2.995 und Nr. 3.500–3.510.

Standort:Salzburger Landesarchiv (SLA)
Provenienz:Amerikanische Besatzungsbehörden
Herkunft des Originalbestands:National Archives, Washington, USA
Träger:Mikrofilm
Umfang:
Zeitraum: 1945–1949
Ordnung:numerisch
Details zur Ordnung:Ordnung nach Aktenzahlen der National Archives

Hilfsmittel für die Suche im Bestand (Findbehelf):


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