Materialien zum Nationalsozialismus
Vermögensentzug, Rückstellung und Entschädigung in Österreich

Feldkirchen, Bezirkshauptmannschaft

Der BestandSammlung von Aktenmaterial, das üblicherweise von einer Behörde produziert und später einem Archiv übergeben wurde enthält umfangreiche Protokollreihen und Indizes, die von 1903–1950/52 reichen. Von den Materien sind Gewerbe und Bauangelegenheiten ebenfalls durchgehend bis 1950 erhalten, Akten zur Zuerkennung der österreichischen Staatsbürgerschaft nach 1945, Einbürgerungen (1939–1946), Ausbürgerungsakten (1934/35), Bestand EntnazifizierungAuf der Potsdamer Konferenz wurde von den Alliierten (USA, Großbritannien, Frankreich, UdSSR) beschlossen, dass die deutsche und österreichische Gesellschaft, Kultur, Presse, Ökonomie, Jurisdiktion und Politik im Rahmen einer umfassenden Demokratisierung und Entmilitarisierung von allen Einflüssen des Nationalsozialismus gereinigt werden sollten. Von der Entnazifizierung betroffene Personen wurden in fünf Kategorien eingeteilt: 1. Hauptschuldige (Kriegsverbrecher), 2. Belastete (Aktivisten, Militaristen, Nutznießer), 3. Minderbelastete, 4. Mitläufer, 5. Entlastete (Verbotsgesetz, Kriegsverbrechergesetz) (vgl. StGBl Nr. 13/1945), "Ausländerakten", Sichtvermerke bis 1939, Alte Vereinsakten (1909–1976), Vereinsakten und Vereinsverodnungen (1949–1968).

Standort:Kärntner Landesarchiv (KLA)
Provenienz:BHBezirkshauptmannschaft Feldkirchen
Träger:Flachware/Original
Umfang:136 Handschriften, 204 Kartons
Zeitraum: 1903–1976
Benützungsbeschränkungen:Datenschutz
Details zur Benützungsbeschränkung:Sensible personenbezogene Akten unterliegen dem Datenschutzgesetz, nicht jedoch Entnazifizierungsakten. Akten, die jünger als 40 bzw. 30 Jahre sind, unterliegen der allgemeinen Archivsperre.

Hilfsmittel für die Suche im Bestand (Findbehelf):


Ansprechperson(en):
  • Eichert Joachim
    ++43 (0)463 56234